G E B E T

Herr, setze dem Überfluss Grenzen und lasse die Grenzen überflüssig werden.

Lasse die Leute kein falsches Geld machen, aber auch das Geld keine falschen Leute.

Nimm den Ehefrauen das letzte Wort und erinnere die Männer an ihr erstes.

Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit und der Wahrheit mehr Freunde.

Besser solche Beamte, Geschäfts- und Arbeitsleute, die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.

Gib den Regierenden ein besseres Deutsch und den Deutschen eine bessere Regierung.

Herr, sorge dafür, dass wir in den Himmel kommen - aber nicht sofort.



(Gebet eines Pfarrers von St. Lamberti zu Münster aus dem Jahr 1883.)
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"Die Wahrheit ist selten so oder so. Meistens ist sie so und so."
(Geraldine Chaplin)
 

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„Wer sich über irgend etwas eine Minute lang ärgert, sollte bedenken, dass er dadurch 60 Sekunden Fröhlichkeit verliert.“
(Robert Stolz (1880 – 1975), Österreichischer Komponist)


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"Die Suche nach Sündenböcken ist von allen Jagdarten die einfachste."
(Dwight D. Eisenhower)
 

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Drei Wünsche:
die Gelassenheit, alles hinzunehmen, was nicht zu ändern ist,
die Kraft zu ändern, was nicht länger zu ertragen ist und
die Weisheit das eine vom anderen zu unterscheiden.
 

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Ich kenne die Wahrheit auch nicht. Aber ich schaue. Ich begreife. Ich empfinde. Ich erinnere mich. Ich frage. Ebendeshalb bin ich heute hier zugegen.
(Peter Handke, Mai 2006 in einem Interview)


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Feingefühl
Ein Mensch sieht ein – und das ist wichtig:
Nichts ist ganz falsch und nichts ganz richtig.

(Eugen Roth)
 

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Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann.
Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen Menschen.
Äußere Deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Geistlosen und Unwissenden, auch sie haben ihre Geschichte.
Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist.
Wenn Du Dich mit anderen vergleichst, könntest Du bitter werden und Dir nichtig vorkommen, denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als Du.
Freue Dich Deiner Leistungen wie auch Deiner Pläne. Bleibe weiter an Deiner eigenen Laufbahn interessiert, wie bescheiden auch immer. Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten.
In Deinen geschäftlichen Angelegenheiten lass Vorsicht walten, denn die Welt ist voller Betrug.
Aber dies soll Dich nicht blind machen gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit.
Viele Menschen ringen um hohe Ideale; und überall ist das Leben voller Heldentum.
Sei Du selbst, vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung!
Noch sei zynisch, was die Liebe betrifft; denn auch im Angesicht aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch immerwährend wie das Gras.
Ertrage freundlich- gelassen den Ratschluss der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf!
Stärke die Kraft des Geistes, damit sie Dich in plötzlich hereinbrechendem Unglück schütze!
Aber beunruhige Dich nicht mit Einbildungen.
Viele Befürchtungen sind Folge von Erschöpfung und Einsamkeit.
Bei einem heilsamen Maß an Selbstdisziplin sei gut zu Dir selbst!
Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung Du auch von ihm hast und was immer Dein Mühen und Sehnen ist.
In der lärmenden Wirrnis des Lebens erhalte Dir den Frieden mit Deiner Seele.
Trotz all´ ihrem Schein, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist diese Welt doch wunderschön!
Sei vorsichtig.
Strebe danach, glücklich zu sein!

(Gefunden in der Old Saint Paul´s Church in Baltimore (England) von 1692)
   

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Auf Umwegen

Ein Mensch, der, was auch kommen möge,
Niemals die andern glatt belöge,
Lügt drum, denn dies scheint ihm erlaubt,
Zuerst sich selbst an, bis er’s glaubt.
Was er nun fast für Wahrheit hält,
Versetzt er dreist der ganzen Welt.

(Eugen Roth)


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Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte

Im nächsten Leben würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht so perfekt sein wollen.
Ich würde mich mehr entspannen.

Ich wäre ein bißchen verrückter, als ich es gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben.
Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten, mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.

Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten.
Freilich hatte ich auch Momente der Freude, aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, viel mehr gute Augenblicke zu haben.
Falls du es nicht weißt: aus diesen besteht nämlich das Leben;
nur aus Augenblicken - vergiß nicht den jetzigen.

(...)

(Jorge Louis Borges)